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Blog · 21. September 2026

Wie organisiert man das Nachfüllen, damit keine Regallücken entstehen?

Kurz gesagtNachfüllen, das sich auf die Zeit vor Ladenöffnung konzentriert, lässt das Regal bis zum nächsten Tag leerlaufen. Um Lücken zu vermeiden, behält man das große Auffüllen am Morgen bei, ergänzt es aber um kurze, gezielte Durchgänge zu den Stoßzeiten (später Vormittag, später Nachmittag, Samstag), geführt von einer Liste fehlender Artikel statt eines kompletten Rundgangs. Was Lücken begrenzt, sind nicht mehr Nachfüllstunden, sondern ein Nachfüllen, das von der Erfassung ausgelöst wird.

Das Problem mit dem morgendlichen Nachfüllen

In den meisten Filialen findet der Großteil des Nachfüllens vor Ladenöffnung oder früh am Morgen statt: Die Paletten kommen, die Teams füllen auf, um 9 Uhr ist das Regal perfekt. Dann leert es sich. Ein Schnelldreher auf einem kurzen Facing ist vor Mittag aus, und bleibt es bis zum nächsten Tag, wenn niemand noch einmal vorbeikommt. Das Barometer ECR France / IRI verortet die Out-of-Stock-Quote der Lebensmittelmärkte zwischen 5 und 8 %; ein guter Teil dieser Lücken sind Produkte, die im Lager liegen und noch nicht ins Regal zurückgeräumt wurden. Genau diesen Fall behebt das Nachfüllen tagsüber.

Drei Durchgänge statt einem

Bei gleichem Personalstand geht es darum, anders zu verteilen:

  1. Das große Auffüllen vor Ladenöffnung, unverändert: Es verarbeitet die Lieferung und bringt das Regal auf Stand.
  2. Ein kurzer Durchgang am späten Vormittag (11:30 bis 12:30 Uhr), gezielt bei Schnelldrehern und Aktionen: Zwanzig Minuten je Abteilung reichen, wenn man weiß, was aufzufüllen ist.
  3. Ein Durchgang am späten Nachmittag (17 bis 18:30 Uhr), das Zeitfenster, in dem Lücken am teuersten sind, weil der Laden voll ist und die Warenkörbe groß.

Samstags und vor Feiertagen vermeidet ein vierter Durchgang am frühen Nachmittag die Mittagslücke bei den Frequenzbringern.

Gezielt, nicht flächendeckend

Der Unterschied zwischen einem Zwanzig-Minuten-Durchgang und einem einstündigen Rundgang ist die Liste. Ein gezielter Durchgang geht von einer Liste fehlender oder fast leerer Artikel aus, erstellt durch eine schnelle Zählung (die Person geht die Abteilung ab und notiert), durch Kundenmeldungen oder durch die Vormittagsverkäufe der Schnelldreher. Ohne Liste füllt der Mitarbeiter auf, was er zuerst sieht, oft das, was am leichtesten zu tragen ist, und nicht das, was fehlt.

Priorität in der Liste:

  • die zwanzig meistverkauften Artikel der Abteilung (sie machen einen unverhältnismäßigen Anteil an Lücken und Umsatz aus);
  • die laufenden Aktionen (die Lücke bei einer Aktion lässt am ehesten das Geschäft wechseln);
  • Produkte eines kompletten Warenkorbs (Zutaten einer Mahlzeit, Babyprodukte), bei denen eine Lücke mehrere Artikel kostet.

Erst das Facing anpassen, dann Durchgänge hinzufügen

Ist ein Artikel trotz der Durchgänge dreimal am Tag aus, liegt das Problem nicht beim Nachfüllen, sondern bei der Facing-Kapazität. Das Facing der Artikel, die sich am schnellsten leeren, zu verdoppeln, spart ganze Durchgänge. Diese Analyse gehört zu den Hebeln in Regallücken in der Filiale reduzieren.

Den Kreis mit der Erfassung schließen

Nachfüllen tagsüber funktioniert, wenn es von der Erfassung ausgelöst und nicht blind geplant wird. Eine in zehn Minuten entdeckte und binnen einer Viertelstunde gefüllte Lücke kostet zehnmal weniger als eine, die bis zum nächsten Durchgang wartet. Hier wird die Kundenmeldung zum Nachfüllwerkzeug: Der Kunde, der das fehlende Produkt scannt, erzeugt die Zeile der Liste, in dem Moment, in dem das Facing leer wird.

Beispiel

Süßwarenabteilung, 12 schnell drehende Keksartikel. Vorher: ein Auffüllen um 7 Uhr, beobachtete durchschnittliche Lücke von 3 Stunden 30 je Artikel und Tag. Nachher: Auffüllen um 7 Uhr, gezielter Zwanzig-Minuten-Durchgang um 12 und um 17:30 Uhr nach der Liste der Meldungen und der Vormittagsverkäufe. Durchschnittliche Lücke auf 50 Minuten gesenkt. Bei 10 Stück pro Stunde Abverkauf und 55 % tatsächlichem Verlust werden 15 Stück je Artikel und Tag wieder zu Verkäufen, 180 Stück pro Tag für die Abteilung.

Was die Kundenmeldung ändert

RegalAlarm macht jeden Kunden zum Detektor: Das fehlende Produkt wird mit einem Scan von zwei Sekunden gemeldet, Filialleitung und Team erhalten den Alarm, und die Liste für den nächsten Durchgang schreibt sich von selbst. 14 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte: zum Angebot für Filialleiter.

Quellen

  • Out-of-Stock-Barometer ECR France / IRI: LSA, Out-of-Stock-Quote.
  • Gruen, Corsten, Bharadwaj, „Retail Out-of-Stocks: A Worldwide Examination of Extent, Causes and Consumer Responses”, GMA, 2002: vollständige Studie (PDF); Corsten und Gruen, 2004, zum Anteil der in der Filiale verursachten Lücken: Zusammenfassung.

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